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CERESANA     Was tun, wenn Wasser einfach nicht reicht? Um Farben zu verdünnen, Schmutz zu entfernen oder Wirkstoffe für Medikamente zu gewinnen, braucht es oft stärkere Lösemittel. Leider sind Xylol, Toluol und andere petrochemische Produkte nicht nur hochwirksam – sie können auch hochgiftig sein. Besonders in Schönheits- und Pflegeprodukten werden zunehmend umweltfreundlichere und gesündere Alternativen eingesetzt, die zumindest teilweise aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden. Ceresana hat jetzt zum ersten Mal speziell den europäischen Markt dafür untersucht. Die neue Marktstudie »Biobasierte Lösemittel – Europa« prognostiziert, dass in dieser Weltregion der Absatz von »grünen« Lösemitteln bis zum Jahr 2034 auf mehr als EUR 2,2 Mrd. wachsen wird.

Nachhaltige Lösungen für die Bioökonomie
Lösemittel zählen zu den wirtschaftlich bedeutendsten Chemikalien. Sie werden in vielen Industriesektoren und unterschiedlichen Einsatzgebieten benötigt. Nicht nur für Bio-Reinigungsmittel oder Bio-Farben werden bio-basierte Lösemittel gebraucht, die unbedenklich und im Idealfall auch biologisch abbaubar sind. Die Zutaten für Bio-Kosmetika sollten beispielsweise den internationalen Standard ISO 16128 für natürliche und biologische Inhaltsstoffe erfüllen. Zu den größten Verbrauchern zählen auch die Hersteller von Druckfarben, Klebstoffen oder Pharma-Produkten. Die Lebensmittelindustrie nutzt Lösemittel zum Beispiel für das Entkoffeinieren von Kaffee, um Aromen zu verdünnen oder zur Entfettung von Oberflächen. Lösemittel werden auch für chemische Herstellungsprozesse, Kühlkreisläufe und Enteisungsmittel gebraucht. Der Fortschritt der Bio-Lösemittel wird von verschärften Umweltvorschriften und ESG-Vorgaben angetrieben. Die neue Ceresana-Studie enthält außer Marktdaten und Prognosen auch aktuelle Hintergrundinformationen zum regulatorischen Rahmen in der EU sowie zur allgemeinen Wirtschaftslage in den einzelnen Ländern.

Neuer Nutzen für Bio-Abfälle
Die mit Abstand meistverkaufte Sorte von Bio-Lösemitteln sind Alkohole. Aus Fruchtzucker oder Cellulose kann zum Beispiel Ethylenglycol gewonnen werden, ein zweiwertiger Alkohol, beziehungsweise Diol. Glycerin ist ein Triol, das aus Altspeiseöl oder anderen natürlichen Fetten produziert werden kann, aber auch in großen Mengen bei der Herstellung von Biodiesel (Fettsäuremethylester, FAME) anfällt. Die mögliche Verwertung von bislang kaum genutzten Biomasse-Resten ist generell ein Vorteil von bio-basierten Produkten. Ethylacetat, eines der wichtigsten Lösemittel für Kunststoffe und Klebstoffe, kann zum Beispiel aus Molke oder aus Melasse fermentiert werden, das heißt, aus Abfallprodukten der Milchverarbeitung oder der Zuckerindustrie. D-Limonen für die Lackindustrie kann aus Orangenschalen gewonnen werden. Für Haushaltsreiniger und Parfüms oder auch für die Extraktion von Lebensmitteladditiven wird als Lösemittel zum Beispiel ein Nebenprodukt der Papierherstellung eingesetzt: Alpha-Pinen, ein Terpen aus Nadelbaum-Ölen. Ein anderer vielversprechender Ausgangsstoff für verschiedene Bio-Lösemittel ist die Plattformchemikalie Furfural, die zum Beispiel aus Maisspindeln oder Zuckerrohr-Bagasse produziert werden kann.

Aktueller Europa-Marktreport »Bio-basierte Lösemittel«
Kapitel 1 der neuen Studie bietet eine umfassende Darstellung und Analyse des europäischen Markts für bio-basierte Lösemittel – einschließlich Prognosen bis 2034: Untersucht wird die Entwicklung von Verbrauch (in Tonnen) und Umsatz (in Dollar und Euro). Für sieben verschiedene Anwendungsgebiete werden dabei die Marktdaten für Bio-Lösemittel jeweils einzeln ausgewiesen.
Zudem wird der Umsatz für diese Produkttypen aufgegliedert.

In Kapitel 2 werden die nationalen Märkte mit dem größten Lösemittel-Absatz in Europa einzeln betrachtet, das heißt 18 Länder. Analysiert werden dabei jeweils Verbrauch und Umsatz von Bio-Lösemitteln.
Zudem werden Verbrauch und Umsatz aufgegliedert für die Anwendungen Farben und Lacke; Körperpflege und Kosmetika; Druckfarben; Reinigungsmittel; Pharmazeutika; Klebstoffe; Sonstiges.

Kapitel 3 bietet nützliche Unternehmensprofile der bedeutendsten Hersteller von bio-basierten Lösemitteln, übersichtlich gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten und Kurzprofil.  (Grafik: Ceresana)

www.ceresana.com

 

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