EAFA Nach einem außergewöhnlich dynamischen Jahresauftakt verzeichneten die europäischen Aluminiumfolienwalzwerke im 2. Quartal 2025 ein moderateres Wachstumstempo. Laut den aktuellen Zahlen der European Aluminium Foil Association beliefen sich die Gesamtlieferungen von April bis Juni auf 236.500 to – ein Anstieg von 4,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während die Exporte in Länder außerhalb Europas weiterhin deutlich zulegten (+20,3%), entwickelte sich der europäische Markt mit +2,4% spürbar verhaltener.
Am stärksten betroffen war das Segment der dünneren Folien (< 60 μm), die vorwiegend in der flexiblen Verpackung eingesetzt werden. Hier kam das Wachstum im Vergleich zum Vorquartal nahezu zum Erliegen – im 2. Quartal wurde lediglich ein Zuwachs von +0,9% verzeichnet. Gründe dafür sind anhaltende Lagerabbauten nach umfangreichen Bevorratungen im 1. Quartal sowie eine sinkende Nachfrage in wichtigen Anwendungsbereichen wie Kaffee und Schokolade, die unter stark gestiegenen Rohstoffkosten leiden. Auch vormals wachstumsstarke Kategorien wie Heimtiernahrung stagnieren derzeit.
Dagegen bleibt das Exportgeschäft ein entscheidender Wachstumstreiber: Die Lieferungen in außereuropäische Märkte stiegen um +26% bei dünneren und um +9% bei dickeren Formaten (61–200 μm). Besonders gefragt waren im Export weiterhin dünnere Folien – insbesondere für Anwendungen in der flexiblen Verpackung.
Im 1. Halbjahr 2025 erreichten die Aluminiumfolienlieferungen insgesamt 480.300 to – ein Zuwachs von 7,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Lieferungen in europäische Märkte stiegen um über 6%, während die Exporte in Drittstaaten um fast 20% zulegten. Beide Dickenbereiche – dünne und dickere Folien – trugen in etwa gleich zum Wachstum bei. Der Zeitraum April bis Juni bestätigte die positive Entwicklung aus dem 1. Quartal, auch wenn sich das Tempo zuletzt etwas abschwächte. Die Exporte bleiben ein stabilisierender Faktor für die Branche und unterstreichen ihre starke Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene.
»Im 2. Quartal 2025 beobachten wir eine Konsolidierung der Nachfrage innerhalb Europas. Während sich die Dynamik in den europäischen Märkten klar abgeschwächt hat, entwickeln sich die Exportmärkte weiterhin positiv und geben der Branche Stabilität«, erklärt Bruno Rea, Vorsitzender der EAFA Roller Group. »Für das 2. Halbjahr rechnen wir mit einer verhalteneren Umsatzentwicklung – bedingt durch einen Basiseffekt nach dem außergewöhnlich starken 2. Halbjahr 2024. Trotzdem beweist unsere Industrie weiterhin ihre Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit – gestützt durch ihre internationale Präsenz und das anhaltende Vertrauen in Aluminiumfolie als nachhaltiges Verpackungsmaterial.« (Bildquelle: EAFA)
























