EAFA, Aluminiumfolie,

 

EAFA     Nach einem starken 1. Halbjahr zeigen die aktuellen Zahlen der European Aluminium Foil Association für das 3. Quartal 2025 einen abgeschwächten Zuwachs der europäischen Nachfrage nach Aluminiumfolie in Europa. Die Gesamtlieferungen von Juli bis September beliefen sich auf 225.100 to, was einem moderaten Zuwachs von 2,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Lieferungen innerhalb Europas legten lediglich um 0,6% zu, während die Exporte in Länder außerhalb Europas mit einem Plus von 14,3% einen starken Wachstumsimpuls gaben. Insgesamt erreichten die Auslieferungen in den ersten neun Monaten des Jahres 702.300 to, ein Zuwachs von 5,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Nachfrage nach dünneren Aluminiumfolien unter 60 μm, die vor allem für flexible Verpackungen und Haushaltsanwendungen eingesetzt werden, zeigte bereits im 2. Quartal Anzeichen einer Abschwächung. Im 3. Quartal stagnierte das Segment nahezu. Besonders Anwendungen wie Schokolade- und Kaffeeverpackungen leiden unter den gestiegenen Endverbraucherpreisen und rückläufigen Absatzmengen. Auch vormals dynamische Produktkategorien wie Heimtiernahrung oder Kaffeekapseln spüren zunehmend den Kaufkraftverlust der Verbraucher in Europa.

Ebenfalls spürbar bleibt die Zurückhaltung in den Märkten für halbstarre Behälter, während Folien für technische Anwendungen nach einem schwierigen Jahresauftakt leichte Erholungstendenzen zeigen. Das Plus von rund 2,5% ist allerdings vor allem auf das schwache Vorjahresquartal zurückzuführen. Die strukturelle Krise in der Bauwirtschaft und im Automobilsektor belastet dieses Segment weiterhin.

Das Exportgeschäft bleibt zwar insgesamt auf hohem Niveau, zeigt jedoch zum Quartalsende ebenfalls eine nachlassende Tendenz. Nachdem viele US-Unternehmen im 1. Halbjahr 2025 ihre Lagerbestände mit europäischen Aluminiumfolien aufgestockt hatten, kommt diese Entwicklung nun weitgehend zum Erliegen. Der Grund ist die schrittweise Erhöhung der US-Zölle auf Aluminiumprodukte, die die Nachfrage nach europäischen Importen zunehmend dämpft.

»Wir sehen derzeit eine Normalisierung nach den außergewöhnlich starken Quartalen zum Jahresbeginn«, sagt Guido Aufdemkamp, Geschäftsführer der EAFA. »Während der Binnenmarkt vorübergehend an Dynamik verliert, sorgen die Exportmärkte weiterhin für Stabilität. Trotz inflationsbedingter Konsumzurückhaltung bleibt Aluminiumfolie als vielseitiges und nachhaltiges Verpackungsmaterial stark nachgefragt.«

Der Ausblick auf das Jahr 2026 bleibt hingegen unsicher, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und geopolitischen Faktoren derzeit keine verlässliche Einschätzung der weiteren Marktentwicklung zulassen. Für das 4. Quartal geht die Branche jedoch mit vorsichtigem Optimismus davon aus, dass die Verkaufszahlen leicht über dem Vorjahr liegen werden. (Bildquelle: EAFA)

www.alufoil.org

 

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