Alliance to End Plastic Waste, Recycling, Kunststoffrecycling,

 

AEPW     Ein neuer Bericht der »Alliance to End Plastic Waste« hat ergeben, dass durch fortschrittliches mechanisches Recycling von flexiblen Haushaltskunststoffen aus dem Endverbraucherbereich unter Verwendung bestehender sensorbasierter Sortier-, Heißwasch- und Doppelschmelzfiltrationssysteme Rezyklate hergestellt werden können, die für einen Recyclinganteil von 30« oder mehr in anspruchsvollen Folienanwendungen wie Schrumpffolien, Etiketten und Beuteln geeignet sind.

Der Bericht »The Quest for Quality: Scaling Advanced Mechanical Recycling to Meet Recycled Content Targets for Flexibles« (Das Streben nach Qualität: Ausweitung des fortschrittlichen mechanischen Recyclings zur Erreichung der Zielvorgaben für den Recyclinganteil bei flexiblen Verpackungen) liefert eine technische und wirtschaftliche Bewertung einer Anlage für fortschrittliches mechanisches Recycling mit einer Kapazität von 50.000 to/Jahr und identifiziert die Voraussetzungen, die erforderlich sind, um diese Verfahren kommerziell zu skalieren – noch vor Inkrafttreten der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle, die bis 2030 einen Anteil von 35% an recycelten Materialien aus Post-Consumer-Abfällen in Non-Food-Verpackungen vorschreibt.

Wichtige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das chemische Recycling das fortschrittliche mechanische Recycling eher ergänzen als ersetzen wird, da beide Verfahren auf unterschiedliche Fraktionen des Abfallstroms flexibler Kunststoffe abzielen.

Der Bericht identifiziert systemische Voraussetzungen, die erforderlich sind, um das Geschäftsmodell tragfähig zu machen, darunter Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung zur Finanzierung von Sammlung und Sortierung, verbindliche Recyclinganteilsziele zur Steigerung der Nachfrage sowie den Zugang zu vergünstigtem Kapital. Er empfiehlt zudem die Modernisierung bestehender Standorte (Brownfield) anstelle von Neubauten (Greenfield) sowie die Verlagerung komplexer Sortiervorgänge in vorgelagerte, zentralisierte Kunststoffrückgewinnungsanlagen, um die Kapitalkosten zu senken.

»Die Technologie zur Herstellung hochwertiger Rezyklate ist bereits vorhanden. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Lösungen durch eine stärkere Abstimmung entlang der gesamten Wertschöpfungskette kommerziell zu skalieren«, sagte Jacob Duer, Präsident und CEO der »Alliance to End Plastic Waste«.

Der Bericht basiert auf Erkenntnissen aus dem ValueFlex-Projekt, das 2022 von der Alliance, CEFLEX, Roland Berger und HTP Engineering ins Leben gerufen wurde. Obwohl die geplante Anlage aufgrund sich ändernder makroökonomischer und politischer Rahmenbedingungen nicht gebaut wurde, lieferte das Projekt technische und wirtschaftliche Daten, die nun im Rahmen des Berichts öffentlich zugänglich gemacht werden. (Grafik: AEPW)

www.endplasticwaste.org

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