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REBIOCYCLE      Das von der EU finanzierte Projekt hat gezeigt, dass PLA-Biokunststoffe aus gemischten Kunststoffabfällen recycelt und in Material in Neuwertqualität zurückverwandelt werden können – ein bedeutender Schritt in Richtung einer Kreislaufwirtschaft für Verpackungen in Europa.

Das Konsortium bestätigte, dass PLA mithilfe bestehender Technologien effektiv aus gemischten Kunststoffabfallströmen sortiert, anschließend chemisch in Milchsäure zerlegt und zu hochwertigem PLA mit Eigenschaften, die denen von Neuware entsprechen, wiederaufbereitet werden kann.

Der Sortierprozess wurde im Pilotmaßstab unter realen Betriebsbedingungen durchgeführt und zeigte, dass das Recycling von PLA über das Labor hinaus technisch machbar ist. Dies bietet einen praktischen Weg zur Integration von Biokunststoffen in bestehende Abfallströme und Recyclingsysteme – und das zu einer Zeit, in der die Industrie zunehmendem regulatorischem Druck im Rahmen der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle ausgesetzt ist, die vorschreibt, dass alle Verpackungen bis 2030 recycelbar sein müssen.

In Zusammenarbeit mit Industriepartnern wie Torwash und TotalEnergies Corbion bestätigte das Projekt, dass PLA zunächst mithilfe bestehender Technologien effektiv sortiert werden kann, wobei Reinheitsgrade erreicht werden, die für die Weiterverarbeitung geeignet sind. Das zurückgewonnene Material wurde anschließend mit Hilfe der Hydrolysetechnologie von Torwash erfolgreich in seinen Kernbaustein, Milchsäure, zerlegt. Im letzten Schritt demonstrierte TotalEnergies Corbion, dass diese zurückgewonnene Milchsäure zu recyceltem PLA mit Eigenschaften wiederverpolymerisiert werden kann, die denen von Neuware entsprechen.

Diese Erfolge unterstreichen, dass das hochwertige Recycling von PLA aus gemischten Abfällen kein Zukunftsziel, sondern bereits gelebte Realität ist. Das Projekt schließt den Kreislauf effektiv, indem es echte Abfallströme und industriell relevante Prozesse nutzt, um neuen, hochwertigen Biokunststoff herzustellen.

Projektkoordinator Kevin O’Connor sagte, die Ergebnisse zeigten, dass Kreislauflösungen für Biokunststoffe bereits in greifbarer Nähe seien. »Hier geht es darum, die Kreislaufwirtschaft für die Industrie Wirklichkeit werden zu lassen. Wir haben die gesamte Wertschöpfungskette so vernetzt, dass sowohl die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften als auch der Übergang von fossilen zu biobasierten Materialien unterstützt wird.«

Angesichts des wachsenden Drucks auf die Verpackungsbranche, auf nachhaltigere Lösungen umzustellen, liefern die Projektergebnisse einen zeitgemäßen Beweis dafür, dass biobasierte Kunststoffe eine zentrale Rolle in einer Kreislaufwirtschaft spielen können. Die entwickelten Technologien lassen sich in die bestehende Infrastruktur integrieren, was die Hürden für die Einführung senkt und gleichzeitig die übergeordneten europäischen Ziele im Rahmen des Green Deal und der Bioökonomie-Strategie unterstützt.

»Der Nachweis, dass das Recycling von PLA aus der gemischten Abfallsammlung zu neuem, hochwertigem PLA-Material Realität ist, stellt einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung der Ziele des PPWR hinsichtlich der Recyclingfähigkeit von Verpackungen dar«, sagt Maelenn Ravard, Managerin für Regulierung und Nachhaltigkeit bei TotalEnergies Corbion. »Um Kreislaufwirtschaft zu erreichen, braucht es eine starke Wertschöpfungskette, und genau darin liegt die Stärke des ReBioCycle-Konsortiums.«

Mit Blick auf die Zukunft wird sich das Konsortium darauf konzentrieren, diesen technischen Erfolg in die Marktrealität umzusetzen, indem es neue Anwendungen mit recyceltem PLA entwickelt und validiert und gleichzeitig den Prozess weiter skaliert, um einen vollständigen industriellen Einsatz zu erreichen. (Grafik: ReBioCycle)

www.rebiocycle.eu

 

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