EAFA, Aluminiumfolie,

 

EAFA     Nach einem verhaltenen Jahresauftakt hat sich die Nachfrage nach Aluminiumfolie im 2. Quartal 2026 stabilisiert. Die Gesamtlieferungen der EAFA-Mitgliedsunternehmen beliefen sich von April bis Juni auf rund 238.000 to und lagen damit 0,6% über dem Vorjahreszeitraum. Damit fällt die Entwicklung deutlich positiver aus als im schwierigen 1. Quartal.

Sowohl die Lieferungen innerhalb Europas als auch die Exporte entwickelten sich im 2. Quartal weitgehend stabil. Die europäischen Lieferungen lagen mit einem Plus von 0,8% leicht über dem Vorjahresniveau, während die Exporte außerhalb Europas mit einem Minus von 0,6% nahezu unverändert blieben. Besonders erfreulich entwickelte sich der Juni, der erstmals in diesem Jahr ein deutlich positives Monatsergebnis verzeichnete.

Bei den verschiedenen Foliendicken zeigt sich weiterhin ein uneinheitliches Bild. Während die Lieferungen dünnerer Folien unter 60 μm, die vor allem für flexible Verpackungen und Haushaltsanwendungen eingesetzt werden, insgesamt leicht rückläufig blieben, stiegen die Lieferungen dickerer Folien zwischen 61 und 200 μm im 2. Quartal um mehr als 8%. Besonders ausgeprägt war diese gegenläufige Entwicklung auf den Exportmärkten: Ein Rückgang von 19,0% bei dünneren Folien stand einem Wachstum von 40% bei dickeren Folien gegenüber. Dadurch konnte die schwächere Exportnachfrage nach dünneren Folien zu einem großen Teil ausgeglichen werden.

Auch die Entwicklung in den verschiedenen Absatzmärkten deutet auf eine zunehmende Stabilisierung hin. Technische Anwendungen, insbesondere in der Automobil- und Baubranche, verzeichneten im 2. Quartal ein kräftiges Wachstum von fast 7%. Die Folienmengen für Verpackungsanwendungen blieben weitgehend stabil, während die Nachfrage nach Haushaltsfolie weiter zurückging. Dies deutet auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit der konsumnahen Verpackungsnachfrage hin. Gleichzeitig gibt es Anzeichen für eine Entspannung in Produktkategorien wie Kaffee und Schokolade, die zuletzt von hohen Preisen belastet waren. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten und der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten bleibt jedoch offen, wie nachhaltig sich die Konsumausgaben entwickeln werden.

Im 1. Halbjahr 2026 erreichten die gesamten Aluminiumfolienlieferungen rund 463.000 to und lagen damit noch 3,0% unter dem Vorjahreszeitraum. Das 2. Quartal und insbesondere die deutliche Verbesserung im Juni trugen somit dazu bei, den in den ersten Monaten des Jahres aufgelaufenen Rückstand spürbar zu verringern.

»Nach dem schwierigen Jahresauftakt sehen wir im 2. Quartal eine ermutigende Stabilisierung, wobei sich insbesondere gegen Ende des Berichtszeitraums deutlich positivere Signale zeigen«, erklärt Göksal Güngör, Vorsitzender der EAFA Roller Group. »Die Entwicklung im Juni gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus für die 2. Jahreshälfte. Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten erwarten wir jedoch keine sprunghafte Erholung, sondern vielmehr eine schrittweise Belebung der Nachfrage.«

Die European Aluminium Foil Association (EAFA) ist der wichtigste Branchenverband und vertritt insbesondere Unternehmen, die sich mit dem Rollen und Aufwickeln von Aluminiumfolie sowie der Herstellung von halbstarren Alufolienbehältern und Haushaltsfolien in Europa befassen. Mit seinen mehr als 40 Mitgliedern repräsentiert die Organisation den gesamten Aluminiumfolienwalzmarkt in Europa. (Bildquelle: EAFA)

〉 www.alufoil.org

 

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