FPE Der Branchenverband Flexible Packaging Europe hat sich »entschieden gegen« Versuche ausgesprochen, die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) erneut zur Diskussion zu stellen oder zu verzögern, nachdem kürzlich aus Teilen der Industrie Forderungen laut wurden, deren Inkrafttreten zu verschieben und zentrale Bestimmungen zu überarbeiten. Die PPWR soll ab dem 12. August 2026 in allen EU-Ländern gelten.
Nach der Veröffentlichung einer Mitteilung der Kommission zur PPWR und von FAQs fordert die FPE die Europäische Kommission auf, ihre Bemühungen dringend zu verstärken und der gesamten Verpackungswertschöpfungskette die »notwendige Unterstützung« zu gewähren, indem sie klare und praktische Regeln bereitstellt, die die Einhaltung der bevorstehenden Anforderungen ermöglichen.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören realistische Wege zur Einhaltung der Vorschriften, die mit den nationalen Behörden abgestimmt werden, um eine einheitliche Umsetzung von Bestimmungen wie den PFAS-Zielen sicherzustellen; sowie die rechtzeitige Verabschiedung fairer und praktikabler Durchführungsvorschriften in Schlüsselbereichen wie Recyclingfähigkeit, Recyclinganteil bei Kunststoffverpackungen, Minimierung und Marktbeschränkungen, um sicherzustellen, dass diese Maßnahmen bis 2030 umgesetzt werden können.
FPE erklärte, dass diese Klarheit »unerlässlich ist, um sicherzustellen, dass Unternehmen die Vorschriften auf praktische, durchsetzbare und faire Weise einhalten und gleichzeitig weiter innovativ sein können«. Der Verband fügte hinzu, dass eine Wiederaufnahme der Verordnung das Risiko einer Fragmentierung birgt, da die Mitgliedstaaten divergierende nationale Maßnahmen einführen könnten, wenn der europäische Rahmen geschwächt oder verzögert wird.
»Die flexible Verpackungsbranche ist bereit, die Ziele der PPWR zu erfüllen«, sagte Karri Koskela, Vorsitzender von Flexible Packaging Europe. »In den vergangenen Jahren haben Verarbeiter in ganz Europa erhebliche Investitionen getätigt, um Verpackungen im Einklang mit den Anforderungen an Recyclingfähigkeit, Minimierung und Recyclinganteil neu zu gestalten. Schätzungen zufolge hat die Branche in den vergangenen Jahren mehr als EUR 1 Mrd. in Forschung und Entwicklung investiert, allein um die Ziele der PPWR zu erreichen.«
FPE fügte hinzu, dass eine Wiederaufnahme oder Verzögerung der PPWR in dieser Phase diese Investitionen der Verarbeiter sowie die von Markeninhabern und Abfüllanlagenlieferanten untergraben könnte. Dies würde zudem regulatorische Unsicherheit schaffen und die Gefahr bergen, den Übergang Europas zu einer Kreislaufwirtschaft zu verlangsamen – ein schwerer Schlag für die Wettbewerbsfähigkeit der Lieferanten flexibler Verpackungen, so FPE. (Bildquelle: FPE)


























