GWG

GWG     Die Ghent Workgroup veröffentlicht eine neue Spezifikation, die ein standardisiertes Verfahren definiert, nach dem die Daten in Abhängigkeit von den Verarbeitungsschritten in der Produktion in einer PDF-Datei gespeichert werden. Diese Spezifikation optimiert die gesamte Vorproduktion und ermöglicht eine höhere Produktivität sowie sinkende Produktionskosten.

Eine PDF-Datei dient als »Transportbehälter« für alle Druckproduktionsdaten von Verpackungen, Etiketten oder sonstigen Produkten unabhängig davon, ob diese gedruckt werden oder nicht. Damit die einzelnen Verarbeitungsschritte den jeweiligen Inhaltsdaten korrekt zugeordnet werden können, müssen Metadaten in der PDF-Datei vorhanden sein, um verschiedene Typen von Produktionsschritten in der Datei standardisiert zu definieren und zu kategorisieren. Sind diese Daten der Verarbeitungsschritte in die PDF-Datei eingebettet, lassen sich die Strukturkomponenten des Entwurfs problemlos mit konventionellen Proofing-Methoden validieren. Werden diese Daten in der gleichen Datei zudem mit Entwurfselementen überlagert, ist es möglich, diese Entwurfselemente exakt anzuordnen und den Preflight aller Aspekte des Auftrags zu vereinfachen.

Ein wesentlicher Vorteil dieses Standards besteht darin, dass seine Interoperabilität das Zusammenwirken der verschiedenen Technologien und Unternehmen optimieren kann. Diese Standardisierung führt zu einer besseren Vorhersagbarkeit, Wiederholbarkeit und Konsistenz, was die Fehlerwahrscheinlichkeit wesentlich verringert. Durch die einheitliche Zuordnung der Produktionsverarbeitungsschritte zu den betreffenden Daten lassen sich die Systeme und Prozesse in einem Workflow mühelos automatisieren. Diese Vorgehensweise erhöht die Produktivität und senkt die Gesamtkosten der Vorproduktion.

David Zwang, Vorsitzender der Ghent Workgroup, erläutert: »Jetzt erfüllt eine PDF-Datei verschiedene Zwecke. Nun ist es möglich, dass verschiedene Mitarbeiter in der Vorproduktion und Produktion sie jeweils für ihren ganz konkreten Bedarf nutzen. Normalerweise kann eine PDF-Datei auf verschiedenen Ebenen, d. h. optionalen Inhaltsgruppen, entsprechend der PDF-Spezifikation aufbauen. Diese Ebenen umfassen alle Elemente, die vor dem eigentlichen Drucken oder danach folgen, wie die Produktionsanweisungen, das Proofing zur Validierung, Stanzformen, Farbspezifikationen, Prägungen und Braille-Schrift. Durch dieses neue Konzept werden die PDF-Dateien intelligenter beschrieben, da sie mehr als nur die in ihnen enthaltenen druckbaren Objekte definieren. Diese verbesserte PDF-Kommunikation und die umfassendere gemeinsame Nutzung sind für alle beteiligten Anbieter, Druckereien und Endnutzer einschließlich der Markeninhaber von großem Vorteil. So wird nicht nur der gesamte Prozess der Vorproduktion optimiert, sondern letztendlich auch die Ausgabequalität erhöht.« (Foto: GWG)

www.gwg.org

- Anzeige -