
GRAFISCHE SYSTEME Es ist schon eine besondere Geschichte, wenn ein Unternehmen in der Druckindustrie im Familienbesitz von der derzeit 6. Generation betrieben wird: Die Graphische Betriebe Staats GmbH feiern in diesem Jahr 200 Jahre Druckkunst. Doch der Blick geht nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. Die Geschäftsführer Gabriele Staats und Rainer Staats fanden, dass das Jubiläum der richtige Zeitpunkt sei, dem Bedürfnis zu folgen, das Unternehmen auf modernste Technologie aufzurüsten. Investitionen erfolgten in das Firmengebäude, und es wurden drei neue Maschinen für die Etikettenproduktion angeschafft.

Die zuletzt installierte ist eine analoge Druck- und Finishingmaschine von Link Label. Mit ihrer maximal möglichen Bahnbreite von 333 mm passt sie in das Konzept der Rollenproduktion bei Staats. Sie verfügt über eine Abwicklung für 700 mm Rollendurchmesser und eine Registersteuerung für Mehrfachdurchlauf oder vorbedruckte Rollen. Alle Druckwerke sind mit UV-Härtung ausgestattet. Dies sind drei semi-rotative Buchdruckwerke und ein Flexolackierwerk mit einer Laminierstation. Dazu kommen zwei semi-rotative Buchdruckwerke für Druck auf die Rückseite, eines davon mit der Möglichkeit, den Liner zu delaminieren und in die Leimschicht zu drucken. Mit zwei Tänzereinheiten wird der Bahnführungsmodus für das darauffolgende Siebdruckwerk von semi-rotativ zu flach und wieder zurück gewandelt. Nach einem semi-rotativen Stanzwerk bildet eine Abwicklung, die mit einem Längsschneider, einer Gitteraufwicklung, einem halbautomatischen Turret sowie einer Aufwickelwelle für Großrollen ausgestattet ist, den Abschluß. Diese ist damit die längste Maschine, die jemals bei Staats betrieben wurde. Die Konfiguration entstand in enger Absprache zwischen Maschinenbauer und Kunden, um die Anforderungen an die Produktion der komplexen hochwertigen Etiketten zu erfüllen, die bei Staats hergestellt und überwiegend an Erzeuger von Spirituosen und Feinkost geliefert werden.

»Hohe Ansprüche sind unsere Leidenschaft«, sagt Gabriele Staats, und sie freut sich, dass die neue Link-Maschine dazu beiträgt, diesen Kundenkreis zufriedenzustellen. Die Entscheidung für die seit 2010 dritte Druckmaschine von Link Label begründet Rainer Staats mit dem Vertrauen in die bekannte und bewährte Technologie und Leistungsfähigkeit. Geeignet für besonderen haptischen Farbauftrag bei Schmucketiketten oder für Elemente mit Braille-Schrift ist Siebdruck unverzichtbar. Bei vielen Anwendungen gibt es bei Staats keine Alternative zum Buchdruck. Der Ansprechpartner für diese Technologie ist seit vielen Jahren die Grafische Systeme GmbH, die seit 2009 für Link Label in Europa tätig ist und bereits davor semi-rotative Buchdruckmaschinen eines anderen Herstellers an Staats vermittelt hat.
Die neue Maschine wurde im Juli geliefert und in Betrieb genommen. Beeindruckend fand Rainer Staats, wie wenig die Zeit für Installation gebraucht wurde. Der Übergang der Produktion von einer älteren auf die neue Maschine konnte somit reibungslos erfolgen. Auch den Bedienern gefällt die neue Maschine, die mit moderner Servotechnologie und intuitiven Touchbildschirmen den Betrieb regelt. Für die Maschinensteuerung verwendet Link Label ausschließlich Komponenten renommierter europäischer Hersteller.
Das Familienunternehmen mit Sitz in Taiwan baut seit 1980 Maschinen für die Etikettendruckindustrie. Mehrfarben-Druckmaschinen im semi-rotativen Modus gibt es für Buchdruck, Offsetdruck und Flexodruck. Zum Finishen und Veredeln werden Folienheißprägewerke angeboten, flach und optional mit drehbarer Folienzuführung oder semi-rotativ. Ebenso wie Flach-Siebdruckwerke und Flach-Stanzen können diese sowohl als stand-alones oder Kombinationen konfiguriert als auch in komplexe Finishinglinien integriert werden. (Bildquelle: Grafische Systeme)
〉 www.grafische-systeme.com
〉 www.staats.de
〉 www.linklabel.com
























