
Vetaphone, ein Pionier im Bereich der Oberflächenbehandlung, stellt diese nützliche Checkliste mit Fragen und Antworten für Verarbeiter bereit, die nicht saugfähige Substrate verwenden.
Stellt der Digitaldruck andere Anforderungen an die Oberflächenbehandlung?
Mit Ausnahme der von bestimmten Herstellern empfohlenen Inline-Grundierungen gibt es keine weiteren besonderen Anforderungen an die Oberflächenbehandlung von Substraten, die digital bedruckt werden, sei es im Toner- oder im Tintenstrahlverfahren. In der Praxis lassen sich die allermeisten Substrate, die im Offset-, Flexo- oder Tiefdruckverfahren bedruckt werden können, auch digital bedrucken. Nicht das Druckverfahren bestimmt die Notwendigkeit und den Umfang der Oberflächenbehandlung, sondern das Substrat selbst und seine Fähigkeit, Tinte oder Lack ohne Verschmieren aufzunehmen.
Unterscheiden sich Digitaldruck Tinten von Offset- und Flexofarben?
Ja, denn sie enthalten Kunststoffpolymere und Öl. Diese weisen eine sehr geringe Oberflächenspannung auf und bieten daher eine schlechte Haftung, was bei nachfolgenden Veredelungsprozessen zu Problemen führen kann. Und je höher die Farbdeckung ist, desto schlimmer wird die Situation. Eine qualitativ hochwertige Koronabehandlung sichert die Haftung.
Erfordert der Digitaldruck vorbehandelte Bedruckstoffe?
Es ist allgemein anerkannt, dass Digitaldruckmaschinen, sei es im Toner- oder Inkjet-Verfahren, eine Vorbehandlung des Bedruckstoffs vor dem Druck erfordern. Dies kann ein kostspieliger Prozess sein, zumal die Qualität der Vorbehandlung variieren kann. Bei Vetaphone führen wir derzeit eine Reihe umfangreicher Labortests durch, um zu evaluieren, wie sich die Notwendigkeit für Druckereien, teure vorbehandelte Bedruckstoffe zu kaufen, vermeiden lässt. Eine Koronabehandlung kann oft eine kostengünstigere und zuverlässigere Lösung bieten – erkundigen Sie sich daher bitte zunächst bei uns.
Gibt es Beispiele für den Einsatz der Koronabehandlung bei Digitaldruckmaschinen?
Es gibt viele, darunter HP-Anlagen, die mit einer ILP-Einheit ausgestattet sind. Der Anwender wendet die Koronabehandlung vor der Grundierung an, erneut nach dem Druck und in manchen Fällen noch einmal, um die UV-Beschichtung zu versiegeln, bevor weitere Veredelungsschritte folgen. Die Koronabehandlung sorgt in jeder Phase für ein gewisses Maß an Sicherheit, um Qualität und gleichbleibende Leistung zu gewährleisten.
Woher weiß ich, welche Oberflächenbehandlung für meine Digitaldruckaufträge die richtige ist?
Es gibt drei klar definierbare Anforderungen bzw. Kategorien. Die erste betrifft den Bedarf an einer einfachen Koronabehandlung, was für praktisch alle Anwendungen mit Schmalbahn-Druckmaschinen gilt. Hier ist in der Regel eine Koronaeinheit mit einer Nennleistung von 2,0 bis 3,0 kW erforderlich, die auf Standard-Substraten bei niedrigen bis mittleren Geschwindigkeiten eine hervorragende Leistung erbringt. Im Allgemeinen eignet sich dies für die Mehrheit der heutigen Digitaldruckanwendungen.
Ändern die neuen breiteren und schnelleren Druckmaschinen die Anforderungen an die Oberflächenbehandlung?
Dies fällt in die zweite Kategorie, die durch die Entwicklung neuer und anspruchsvollerer Substrate entstanden ist. Diese werden auf Druckmaschinen der neuesten Generation verarbeitet, die von den Herstellern für die Hochgeschwindigkeitsproduktion optimiert wurden. Diese Faktoren stellen erhöhte Anforderungen an die Koronaeinheit, um den richtigen Dyne-Wert zu liefern, wofür in der Regel eine Nennleistung von 3,0 bis 5,0 kW erforderlich ist. Um dieses Konzept zu verstehen, denken Sie an die ähnliche Situation bei der UV-Härtung, bei der die Verweildauer unter der Lampe – definiert durch Nennleistung und Laufgeschwindigkeit – entscheidend für eine vollständige Aushärtung ist.
Ist die Koronabehandlung die Antwort auf alle Anforderungen an die Oberflächenbehandlung?
Auf die meisten, aber nicht auf alle. Dies ist die dritte Kategorie und bezieht sich auf Substrate, die für die Herstellung »einzigartiger« Etiketten entwickelt wurden, typischerweise unter Verwendung spezieller Druckfarben und Lacke, Laminierung, Mehrbahnanwendungen und anderer Techniken zur Herstellung anspruchsvoller Produkte. Die chemischen Bestandteile dieser Substrate erfordern sowohl einen chemischen als auch einen physikalischen Behandlungsprozess – und in diesen Fällen ist eine Plasmabehandlung notwendig, um die Haftung sicherzustellen. Plasma sollte nicht als Ersatz für die Koronabehandlung betrachtet werden, sondern eher als logische Weiterentwicklung der Technologie, um mit den Anforderungen immer anspruchsvollerer Materialien und Prozesse Schritt zu halten. Derzeit liegt diese Technologie noch außerhalb der Anforderungen des Digitaldrucks.
Wodurch unterscheidet sich die Koronabehandlung von Vetaphone von anderen?
Das eigentliche Geheimnis der Korona-Behandlung liegt in der Steuerung der Ausgangsleistung, und genau darin liegt die Besonderheit von Vetaphone. Eine kontrollierte Leistung ist bei der Oberflächenbehandlung unerlässlich, und die Fähigkeit der Vetaphone-Generatoren, die Ausgangsleistung von 1 bis 200 kW stufenlos und gleichmäßig an die Liniengeschwindigkeit anzupassen, beseitigt das Risiko von Nadellöchern im Substrat. Die Leistungsregelung erfolgt mittels der ultraschnellen Pulsweitenmodulation (PWM). Diese lässt sich einfach über das mehrsprachige Bedienfeld iCC8 steuern, das eine Fernsteuerung von der zentralen Linienkonsole aus ermöglicht. Die gesamte Elektronik in einem Vetaphone-Generator ist modular aufgebaut, was einen schnellen Austausch und reduzierte Ausfallzeiten gewährleistet.
Was raten Sie, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie mit Ihrer Digitaldruckmaschine am besten vorgehen sollen?
Kommen Sie zu uns und sprechen Sie mit uns. Vetaphone hat die Korona-Oberflächenbehandlung vor 75 Jahren erfunden und verfügt daher über mehr Erfahrung und Wissen als jeder andere Hersteller. Es spielt keine Rolle, ob Sie ein einfaches Gerät mit geringer Leistung oder eine komplexere Anlage für hohe Koronadosis bei hohen Geschwindigkeiten benötigen. Entscheidend ist die Fähigkeit des Generators, zwischen Anzeigemodi umzuschalten, die entweder die Ausgangsleistung in kW oder die abgegebene Energie in Watt x min/ft² anzeigen. Leistung allein nützt nichts, wenn man sie nicht steuern kann – das ist der Vetaphone-Unterschied! (Bildquelle: Vetaphone)
























