TAMK Eine wegweisende Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie hat eine verbesserte biobasierte Druckfarbe aus Kaffeeröstabfällen entwickelt. Diese bietet eine erneuerbare Alternative zu synthetischen Pigmenten, die üblicherweise in faserbasierten Verpackungen verwendet werden.
Die von Natural Indigo Finland, der Fachhochschule Tampere (TAMK) und Siegwerk entwickelte wasserbasierte Farbe verwendet einen von Meira gelieferten Biofarbstoff aus Kaffeesatz. Die Formulierung erfolgte in Zusammenarbeit mit Adara Pakkaus. Die Farbe ist VOC-frei und verwendet Siegwerks technischen Lack mit hohem Anteil an biobasierten Rohstoffen (BRC) als Bindemittel.
Förderung der Kreislaufwirtschaft durch Abfallverwertung
Der erste Machbarkeitsnachweis wurde im Mai 2025 veröffentlicht, als Cabassi erfolgreich Paptic-Material mit der kaffeebasierten Farbe bedruckte (Meldung vom 23. Mail 2025). Seitdem hat die Forschungsgruppe Biocolores der TAMK die technischen Eigenschaften und die Farbintensität der Farbe verbessert und damit die Machbarkeit dieses 100% biobasierten Farbmittels demonstriert.
»Wir hatten hervorragende Partner, und Nachhaltigkeit war der Leitgedanke der gesamten Entwicklung. Dieses Projekt zeigt, dass erneuerbare Alternativen konventionelle Systeme ersetzen können. Siegwerks Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit und die globale Präsenz machten das Unternehmen zum idealen Partner«, so Pasi Ainasoja, CEO von Natural Indigo Finland und BioInk Ltd.
»Dieses Kaffeefarbmittel passt perfekt in unser Portfolio an biobasierten Produkten. Wir freuen uns, dass unser technischer Lack mit hohem BRC-Wert die optimale Ergänzung für diese Innovation darstellt«, erklärt Paul Pain, Global Head of Waterbased Technology bei der Siegwerk GmbH. »Dies ist ein spannender Schritt zur Nutzung unseres wertvollen Nebenprodukts. Anstatt nur Biogas zu produzieren, können wir Kaffeesatz nun in eine Kreislauflösung umwandeln und so nachhaltigere Verpackungen ermöglichen«, so Heidi Päiväniemi, Marketing- und Nachhaltigkeitsdirektorin bei Meira Oy.
»Wir forschen schon länger an der Umwandlung von Abfällen in wertvolle Farbstoffe. Diese Innovation birgt großes Potenzial für den Flexodruck und darüber hinaus – auf globalen Märkten mit einem Volumen von Hunderten von Milliarden. Unser Ziel ist es, sie gemeinsam mit unseren Partnern zu skalieren«, erklärt Dr. Kai Lankinen, leitender Wissenschaftler und Leiter der Forschungsgruppe Biocolores an der TAMK. (Bildquelle: TAMK)
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