Herma, Etikettenmaterial, Haftverbunde

 

HERMA     Bei einer Entwicklung der deutschen Wirtschaft, die nach bereits zwei rezessiven Vorjahren 2025 kaum die Zone der Stagnation verließ, zeigte sich für die Gruppe einmal mehr ihre Exportkraft als stabilisierender Faktor: Das auf Verpackungs- und Kennzeichnungstechnologie spezialisierte Unternehmen konnte dank weiter zulegender Auslandsumsätze um 0,5% und einer damit auf 65,8% gesteigerten Exportquote (im Vorjahr: 64,6%) die Einbußen beim Gesamtumsatz auf –1,2% minimieren. Nach EUR 452,6 Mio. im Vorjahr erreichte der Gruppenumsatz im Berichtsjahr EUR 447,0 Mio. Im Inland sank der Umsatz um 4,4%. »Erneut wurde deutlich, dass wir auch vor dem Hintergrund eines schwachen wirtschaftlichen Umfelds die Schwerpunkte unserer Strategie »Herma 2030« richtig gesetzt haben. Diversifizierung und Internationalisierung unserer Aktivitäten bleiben entscheidende Eckpunkte«, betonen die beiden Geschäftsführer Dr. Guido Spachtholz und Oguzhan Celil. »Auch die breite Aufstellung entlang mehrerer Technologiestufen hat sich in einem schwierigen Marktjahr als stabilisierend erwiesen. So konnten zwei von drei Geschäftsbereichen Wachstum erzielen.«

Für 2026 streben die beiden Geschäftsführer ein Umsatzplus im unteren einstelligen Prozentbereich an – bei weiterhin anspruchsvollen Marktbedingungen und anhaltendem Wettbewerbsdruck. Die Ergebnisentwicklung bleibt entsprechend unter Druck. Das Unternehmen sieht sich jedoch durch seine Aufstellung und laufende Effizienzmaßnahmen gut darauf vorbereitet.

Die Zahl der Mitarbeitenden ist 2025 wieder gestiegen – von 1065 im Vorjahr auf nunmehr 1107 zum Stichtag 31.12. Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich ebenfalls – von 61 auf 68. »In der Ausbildung auch bei konjunkturellem Gegenwind keine Abstriche zu machen, bleibt unsere wichtigste Strategie gegen den Mangel an Fachkräften«, so die Geschäftsführung.

Etikettiertechnik legt deutlich zu
Die drei Geschäftsbereiche Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen entwickelten sich 2025 unterschiedlich – und damit gegenseitig ausgleichend. Der Bereich Haftmaterial kämpfte infolge steigenden Wettbewerbsdrucks im europäischen Markt sowie zusätzlicher Konkurrenzanbieter aus Fernost mit kontinuierlichem Preisverfall. Dies mündete in einem Umsatzrückgang von –3,7% für den größten Bereich der Gruppe. Im Bereich Etiketten musste sich das klassische Industriegeschäft bei weiter nachlassender Inlandsnachfrage behaupten – dies gelang insbesondere durch Zuwächse in den Segmenten Logistik und Chemie. Auch bei Etiketten für den Bürobedarf setzte sich die konjunkturelle Entwicklung nachlassender Volumen fort – insbesondere aufgrund von Konsumzurückhaltung, anhaltenden Auswirkungen von Home/Mobile Office und der fortschreitenden Digitalisierung ehemals papiergebundener Prozesse. Dennoch konnten die Umsätze im Schulgeschäft, in Drogeriemärkten und mit Onlinehändlern gesteigert werden. Für den Gesamtbereich Etiketten resultierte dies in einem leichten Plus von 0,3%.

Der Geschäftsbereich Etikettiermaschinen koppelte sich einmal mehr ab vom fortbestehenden Abwärtstrend im deutschen Maschinen- und Anlagenbau: Während der im Berichtsjahr einen realen Produktionsrückgang um rund 5% hinnehmen musste, legte Herma in diesem Bereich um 8,5% zu. Nach konsequenter Erschließung neuer, stabiler Marktsegmente in den Vorjahren ermöglichte nunmehr die darin rasch erlangte feste Positionierung den weiteren Umsatzsprung.

»Es hat sich auch 2025 wieder als stabilisierend erwiesen, dass Herma entlang der gesamten Technologiekompetenz in ebenso zahlreichen wie vielfältigen Branchen weltweit aktiv ist«, erläutern die beiden Geschäftsführer. »So schlagen auch gebündelte negative Marktimpulse nicht in gleichem Maße auf die Geschäftsentwicklung durch. Wir gehen jedenfalls in unverändert guter Verfassung und deshalb optimistisch durch das ebenfalls fordernde, laufende Geschäftsjahr 2026 und halten an der Zielsetzung profitablen Wachstums fest.« (Bildquelle: Herma)

www.herma.de

 

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