TREOFAN Der insolvente Folienhersteller Treofan Germany GmbH & Co. KG befindet sich in der finalen Phase von Investorenverhandlungen. Nach Eingang mehrerer Übernahmeangebote hat der Gläubigerausschuss entschieden, mit einem aussichtsreichen Bieter aus der Branche konkrete Vertragsgespräche aufzunehmen.
Der Geschäftsbetrieb wird trotz des laufenden Insolvenzverfahrens fortgeführt. In einer Mitarbeiterversammlung wurden die rund 500 Beschäftigten über den aktuellen Stand informiert. Die Generalbevollmächtigte von der Sanierungskanzlei betonte, das starke Investoreninteresse sei ein positives Signal für eine baldige Lösung. Sie stellte dem Gläubigerausschuss die Konzepte der Interessenten vor, woraufhin dieser den Start der Endverhandlungen beschloss.
Auch die bevorzugte Investorenlösung werde strukturelle Veränderungen mit sich bringen. Keines der vorliegenden Übernahmekonzepte sehe eine vollständige Fortführung des Standortes in bisherigem Umfang vor. Der genaue Umfang der Anpassungen soll in den kommenden Wochen im Rahmen der Verhandlungen festgelegt werden.
Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird für Anfang November erwartet. Der Betrieb soll auch im eröffneten Verfahren uneingeschränkt weiterlaufen.
Treofan hatte am 4. September 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen produziert PP-Folien für Verpackungs- und Kondensatoranwendungen und beschäftigt am Standort Neunkirchen/D rund 500 Mitarbeitende. Zuletzt wurde ein Jahresumsatz von etwa EUR 149 Mio. erzielt. Das Unternehmen gehört zur indischen Jindal-Gruppe, einem international tätigen Hersteller von recycelbaren BOPP- und BOPE-Folien. (Grafik: Treofan)
〉 www.treofan.com
〉 www.jindalfilms.com























