AGS FLEXO Stahlrakel sind seit Jahrzehnten der Standard im Flexodruck. Wie kommt es, dass Kunststoffrakel zunehmend an Boden gewinnen?
✅ Korrosion ist kein Thema. Kunststoffrakel korrodieren nicht. Ganz gleich, ob Sie wasserbasierte, lösemittelhaltige oder UV-Farben verwenden – die Rakel rostet nicht und wird durch den Kontakt mit Chemikalien nicht angegriffen. Das vereinfacht auch die Lagerhaltung. Ein einziger Rakeltyp könnte für alle Ihre Farbsysteme ausreichen.
✅ Verschleißfestigkeit zählt bei hohen Geschwindigkeiten. Eine lange Lebensdauer der Rakel zahlt sich in Form einer unterbrechungsfreien Produktion aus.
Kunststoff hat bessere reibungsmindernde Eigenschaften als keramikbeschichtete Stahlvarianten. Das bedeutet weniger Verschleiß an der Rasterwalze und weniger Rakelwechsel pro Schicht. Im Wellpappen-Nachdruck beispielsweise bewältigen UHMW-Rakel mechanische Belastungen und großflächige Rasterwalzen ohne vorzeitigen Ausfall.
✅ Die Handhabungssicherheit verbessert sich. Eine gebrauchte Stahlrakel ist rasiermesserscharf – Kunststoffrakel entwickeln keine derart scharfen Schneidkanten.
Das ist ein großer Vorteil bei der Verarbeitung von Breitbahnanwendungen. Eine sicherere Handhabung der Klingen bedeutet weniger Verletzungen und schnellere Umrüstungen, insbesondere an Druckmaschinen, bei denen die Klingenbreite die manuelle Handhabung erschwert.
🚨 Der Kompromiss: Kunststoffklingen eignen sich am besten für einfache bis mittelschwere Druckmotive. Bei feinen Halbtonarbeiten auf flexiblen Verpackungen liefert Stahl nach wie vor schärfere Ergebnisse.
✅ Aber für Anwendungen auf Papier, Wellpappe, Tissue und beschichteten Materialien? Hier ist Kunststoff aus betrieblicher Sicht sinnvoll. (Bildquelle: AGS Flexo)

























