PACKAGING EUROPE Die gut besuchte Ausgabe des »Sustainable Packaging Summit«, dem Davos der Verpackungsbranche, fand vom 10–12. November 2025 im Jaarbeurs in Utrecht/NL statt – mit einer Rekordzahl von 854 Teilnehmern, 142 Referenten und 89 Ausstellern.
Der Summit ist die führende internationale Plattform, die den nachhaltigen Wandel in der Verpackungsindustrie vorantreibt. Jedes Jahr bringt er Marken, Start-ups, Recyclingunternehmen, politische Entscheidungsträger, Innovatoren, NGOs und Wissenschaftler aus der gesamten globalen Wertschöpfungskette zusammen. Dieses Mal war seine internationale Reichweite größer denn je und zog Teilnehmer aus Äthiopien, China, Indien, Australien, Brasilien und anderen Ländern an.
Die neu in Kraft getretene Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle war das Thema, das alle beschäftigte. Zu den Höhepunkten der diesjährigen Veranstaltung gehörte Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, die in einer Podiumsdiskussion mit Führungskräften von Amazon, Mondelēz, Heineken, Europen und Systemiq sprach.
Auf Fragen zu Rechtssicherheit, Verwaltungsaufwand, Investitionen und mehr hin räumte sie ein, dass die Kreislaufquote Europas von 12% steigen muss, und erklärte, dass die Kommission den Branchen und Bürgern Gehör schenken werde, wenn sie weitere Schritte zur Klärung der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) unternimmt, darunter auch ein bevorstehender Omnibus.
»Wir brauchen Ressourcen, um Wohlstand zu schaffen, nicht um Abfall zu produzieren«, sagte die Kommissarin. »Nutzen Sie Unternehmertum und Innovation, um Europa zu stärken.«
An anderer Stelle applaudierten die Zuhörer, als eine Gruppe von Branchenvertretern Wolfgang Trunk, Referent bei der Europäischen Kommission, aufforderte, zu bestätigen, ob die Omnibus-Änderungen die Ziele der PPWR für August 2026 ändern würden. »Wir versichern Ihnen, dass der Omnibus nur der Beginn der Verhandlungen und des Mitentscheidungsverfahrens sein wird«, antwortete er.
In anderen Sitzungen standen vielversprechende Start-ups im Mittelpunkt, wurde Wissen über nationale und kontinentale Grenzen hinweg ausgetauscht, wurden Möglichkeiten für verschiedene Verpackungsmaterialien (einschließlich Kunststoff, Papier, Metall, Glas und biobasierte Materialien) geprüft und branchenweite Roadmaps über die Grenzen von 2030 hinaus festgelegt – unter Berücksichtigung bestehender Hindernisse, vom Recycling flexibler Kunststoffe bis hin zur Bewältigung der Anforderungen der erweiterten Herstellerverantwortung.
»Eine meiner Erkenntnisse aus den Vorträgen ist: Es ist ziemlich klar, dass die Vorstandsetagen nicht die Haupttreiber der Nachhaltigkeit sein werden«, fasste Tim Sykes, Brand Director bei Packaging Europe, zusammen. »Aber wir haben über 900 Teilnehmer bei dieser Veranstaltung. Das ist etwas, das wir mobilisieren können.«
»Es gibt viele Gegenwinde in der Industrie und der Geopolitik und Zweifel daran, ob die Wirtschaft sich noch genauso für einige ihrer Versprechen engagiert wie vor einigen Jahren – aber dass so viele Menschen zu einer Veranstaltung wie dieser kommen, ist ein ermutigendes Zeichen für die Branche.«
Der »Sustainable Packaging Summit 2026« findet vom 10. –12. November erneut in Utrecht/NL statt.















