SCCI Um die Nachhaltigkeit von Druckerzeugnissen leichter verständlich zu machen, hat die Stiftung für die Zertifizierung der Kreativwirtschaft (SCCI) den Carbon Print-Score entwickelt. Ähnlich wie der Nutri-Score für Lebensmittel zeigt dieses Label mit einer klaren Bewertung von A bis E auf einen Blick, wie nachhaltig ein bestimmtes Produkt ist. Die Niederlande sind das erste Land, in dem der Carbon Print-Score eingeführt wird.
Der Carbon Print-Score basiert auf einer (wissenschaftlich) validierten Methodik, die von der unabhängigen niederländischen Zertifizierungsstelle SCCI entwickelt wurde. Diese Methode ermöglicht es, die tatsächlichen CO₂-Emissionen bestimmter (Druck-)Produkte transparent und messbar zu machen.
CO2-Transparenz auf Produktebene
Die Bewertung (A bis E) wird automatisch innerhalb des CO2- und Energie-RI&E und auf der Grundlage von Daten aus ClimateCalc generiert, zwei von der Regierung anerkannten Instrumenten. ClimateCalc ist das einzige anerkannte CO2-Berechnungspaket in Europa, das von den europäischen Grafikarbeitgebern (in den Niederlanden ist dies die KVGO) entwickelt wurde und deren Eigentum ist.
»Der Carbon Print-Score ist die erste standardisierte und unabhängige Methode innerhalb der grafischen Medienbranche, die CO2-Transparenz auf Produktebene bietet«, so John Koekenbier. Er ist Direktor des Dienstencentrum, das Grafikunternehmen bei der Implementierung der oben genannten Systeme unterstützt.
Klarheit für Verbraucher
Koekenbier ist vom Carbon Print-Score begeistert. »Die SCCI prüft die Einrichtung von ClimateCalc, bevor Berechnungen durchgeführt werden dürfen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Druckereien und ihre Auftraggeber verstehen die Terminologie rund um CO₂-Berechnungen. Aber jetzt kann der Print-Score sowohl in Angeboten als auch im Impressum einer Haus-zu-Haus-Zeitschrift, auf einer Verpackung oder in einer Spielzeug- oder Baumarktbroschüre abgedruckt werden«, sagt er.
»Interessierte Verbraucher können über den QR-Code ganz einfach weitere Informationen über die Nachhaltigkeit des Produkts einholen. Und das ist eine hervorragende Entwicklung in die richtige Richtung.«
Einfach auf Echtheit zu überprüfen
Auch Unternehmen, die die bekannten Druckmanagementsysteme nutzen oder ein eigenes Berechnungssystem entwickelt haben, können den Carbon Print-Score verwenden. Das Label darf sowohl auf Angeboten als auch auf Endprodukten verwendet werden. Die Echtheit des Carbon Print-Score lässt sich leicht überprüfen: Auftraggeber oder Verbraucher können den QR-Code auf dem Label mit ihrem Mobiltelefon scannen, um alle relevanten Informationen zu finden.
Der Carbon Print-Score ist derzeit für Druckunternehmen in den Niederlanden verfügbar und wird langfristig in ganz Europa eingeführt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Dienstleistungszentrums. (Textquelle: Printmatters / Grafik: SCCI)