BOBST Die Gruppe erwirtschaftete 2025 einen Umsatz in Höhe von CHF 1622 Mio. (– CHF 269 Mio. oder –14.2%. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug CHF 73 Mio. (2024: CHF 142 Mio.), während das Nettoergebnis CHF 37 Mio. erreichte (2024: CHF 82 Mio).
Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sank auf 11.6% (2024 20.6%). Der Barmittelzufluss aus Geschäftstätigkeit betrug CHF 108 Mio. im Vergleich zu CHF 55 Mio. in 2024. Die Barmittelposition stieg im Berichtsjahr um CHF 170 Mio. Die Netto-Schuldenposition betrug in 2025 CHF 154 Mio. gegenüber einer Netto-Schuldenposition in Höhe von CHF 126 Mio. in 2024. Der Rückgang der Eigenkapitalquote von 27.9% im Vorjahr auf 22.6% im Berichtsjahr ist hauptsächlich auf den Rückgang des Nettoergebnisses und den vorübergehenden Anstieg der Bilanzsumme durch die im September 2025 neu ausgegebene Anleihe zurückzuführen.
Vor dem Hintergrund der generellen geopolitischen Lage und der wirtschaftlichen Lage wird auch das Jahr 2026 eine Herausforderung darstellen. Aktuell geht die Gruppe von einem leicht unter dem Jahr 2025 liegenden Umsatz und einem Betriebsergebnis (EBIT) in etwa auf dem Niveau von 2025 aus.
Auftragseingang und Auftragsbestand
Die Gruppe startete mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 33% niedrigeren Auftragsbestand bei Maschinen in das Jahr 2025. Im Geschäftsbereich »Printing & Converting« lag der Auftragseingang auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, wobei sich in den einzelnen Marktsegmenten unterschiedliche Trends zeigten. Angesichts der geo- und zollpolitischen Unsicherheiten blieb er jedoch unter den Prognosen. Nach mehreren Jahren mit überdurchschnittlich hohen Umsätzen bei Maschinen gibt es in den Märkten Überkapazitäten. Auch der Konsolidierungsprozess bei Grosskunden vor allem in der Wellpappeindustrie hat dazu beigetragen, dass der Auftragseingang bei Maschinen unter den Erwartungen lag. Der Dezember 2025 war besonders stark, konnte aber die über das Jahr hinweg fehlenden Auftragseingänge nicht kompensieren. Im Geschäftsbereich »Services & Performance« legte der Auftragseingang gegenüber 2024 um 1% zu. Der Geschäftsbereich »Printing & Converting« verzeichnet einen um etwa 15% niedrigeren Auftragsbestand als Ende 2024. Er liegt wieder auf dem Niveau vor COVID.
Umsatz
Im Gesamtjahr 2025 sank der Konzernumsatz um CHF 268.9 Mio. (–14.2%) auf CHF 1622 Mio. Bereinigt um Währungseffekte und Übernahmen sank der Umsatz in 2024 um CHF 219.1 Mio. (–11.6%). Die ungünstige Entwicklung der Wechselkurse hat sich mit CHF 49.8 Mio. (–2.6%) negativ auf den Umsatz ausgewirkt.
Die Umsätze beliefen sich in der 2.Hälfte des Jahres 2025 auf CHF 954.9 Mio. gegenüber CHF 667.4 Mio. im 1. Halbjahr 2025.
Der Umsatz des Geschäftsbereichs »Printing & Converting« sank um 23.1% auf CHF 938.6 Mio. Der Rückgang des Konzernumsatzes ist auf den geringeren Auftragsbestand bei Maschinen zu Beginn des Jahres und den niedrigeren Auftragseingang im 1. Halbjahr 2025 zurückzuführen.
Der Umsatz war in allen Marktsegmenten rückläufig, mit Ausnahme der flexiblen Verpackungen, bei denen er einen leichten Zuwachs verzeichnete.
Der Geschäftsbereich »Services & Performance« erzielte einen Umsatz in Höhe von CHF 683.7 Mio. (+2%). Dieser wurde mit Retrofits und Services erzielt, während das Ersatzteilgeschäft weitgehend stabil blieb.
Nach Region verteilen sich die Umsätze wie folgt: Europe CHF 767,7 Mio. (–6,9%) = 47,6% vom Gesamtumsatz; Amerika CHF 500,4 Mio. (–18,8) = 30,2%; Asien und Ozeanien CHF 299,8 (–23,0%) = 18,5%; und Afrika CHF 54,4,3 (–11.3) = 3,4%.
Ausblick auf das Jahr 2026
Die neue geopolitische Lage verändert den globalen Handel und führt zu einer Abkehr vom Freihandel hin zu einem verstärkt protektionistischen Umfeld. Dieser Übergang verursacht kurzfristige Störungen, er verlangsamt Aktivitäten und er beeinflusst strategische Entscheidungen von Unternehmen in aller Welt.
In Europa wird weiterhin eine schwache Marktsituation erwartet. Die Entwicklung in den USA bleibt unvorhersagbar, aber positiv. Allerdings haben die Zölle die zuvor vorhandene Dynamik gebremst.
China muss noch zu den Wachstumsraten der Vergangenheit zurückkehren, wobei hier für 2026 eine Verbesserung erwartet wird. Ungeachtet geopolitischer Spannungen bleiben der Nahe Osten und Nordafrika dynamisch, während Indien nach wie vor opportunistisch wächst. Um in diesem Umfeld navigieren zu können, implementiert BOBST zielgerichtete Aktivitäten:
- Umsatz: Die Steigerung eines rentablen Umsatzes hat weiterhin oberste Priorität. Hier wird ein stärkerer Fokus auf Lösungen gerichtet, die Maschinen und Services kombinieren.
- Produktionsstandorte: Die Ausstattung mit Ressourcen wird an das zu erwartende Auftragsvolumen angepasst, wobei die wichtigsten Funktionen jeweils erhalten bleiben. Kurzarbeit hat zur Reduzierung der Zeitarbeitskräfte geführt. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, wurden zudem in der Schweiz, in Frankreich und in Italien bei der Belegschaft selektive Anpassungen realisiert.
- Services: Die Investitionen in Aussendiensttechniker und in die Kundenunterstützung werden verstärkt, bei gleichzeitig organisatorischen Optimierungen, die auf eine höhere Effizienz abzielen.
Basierend auf der heutigen Bewertung des gesamten geschäftlichen Umfeldes und der Aussichten erwartet die Gruppe für das Gesamtjahr 2026 einen geringfügig niedrigeren Umsatz als in 2025 und ein Betriebsergebnis (EBIT) in etwa auf dem Niveau des Jahres 2025. (Bildquelle: Bobst)























