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FINAT      Vier von Experten geleitete Workshops markieren einen wichtigen Schritt hin zu einem harmonisierten Branchenansatz für die Berechnung des Produkt-CO2-Fußabdrucks (PCF).

Die Initiative brachte fast 90 Teilnehmer aus rund 70 Organisationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Etiketten zusammen und unterstreicht den wachsenden Druck auf die Branche, angesichts steigender Anforderungen von Markeninhabern und zunehmender regulatorischer Kontrollen glaubwürdige und vergleichbare CO2-Daten zu liefern.

Ziel des Verbandes ist die Etablierung einer robusten, die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor umfassenden Methodik zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks von Selbstklebelaminaten und bedruckten Etiketten, um branchenweite Konsistenz und Transparenz zu gewährleisten.

Die Workshops verbanden strategische Ausrichtung mit detaillierter technischer Arbeit. In einer ersten Sitzung wurden Projektumfang und -ziele vorgestellt, gefolgt von der Bildung einer kontinuierlichen Arbeitsgruppe zur Steuerung der technischen Entwicklung.

In nachfolgenden Workshops wurden zunächst Systemgrenzen und methodische Prinzipien definiert, bevor die Prozesse detailliert analysiert wurden. Separate technische Vertiefungsdiskussionen befassten sich mit der Etikettenmaterialherstellung und den Weiterverarbeitungsprozessen und bildeten die Grundlage für einen modularen Ansatz zur Berechnung des CO₂-Fußabdrucks (PCF).

Die Arbeit wurde mit Unterstützung des Ökobilanz-Spezialisten Sphera durchgeführt, um die Einhaltung anerkannter Ökobilanzstandards zu gewährleisten.

Zu den Teilnehmern zählten Etikettenmaterialhersteller, Weiterverarbeiter, Lieferanten und weitere Stakeholder. Dies unterstreicht Finats Fokus auf die Schaffung eines branchenweiten Konsenses anstatt auf die isolierte Entwicklung eines Rahmenwerks.

Laut dem Verband hob das Feedback den Wert des Zusammenbringens verschiedener Perspektiven hervor. Die Diskussionen basierten auf umfassender technischer Expertise entlang der gesamten Lieferkette.

Das hohe Engagement signalisiert die breite Erkenntnis, dass fragmentierte Ansätze zur CO2-Bilanzierung Ineffizienzen verursachen und die Glaubwürdigkeit bei den Kunden untergraben können.

Finat betonte, dass die Workshops auf praktische Ergebnisse und nicht auf Diskussionsforen ausgerichtet waren. Die Ergebnisse fließen nun in die nächste Phase der Entwicklung eines formalen Rahmenwerks zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks für die Branche ein.

Durch die Förderung der technischen Abstimmung und des Konsenses will sich der Verband als zentrale Plattform für branchenweite Nachhaltigkeitsinitiativen positionieren und Unternehmen ermöglichen, einen gemeinsamen Ansatz zu verfolgen, anstatt individuelle Methoden zu entwickeln.

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund verschärfter Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung und der zunehmenden Nachfrage von Markeninhabern nach CO₂-Daten auf Produktebene. Eine harmonisierte Methodik kann Unternehmen helfen, Doppelarbeit zu vermeiden und gleichzeitig das Vertrauen in die veröffentlichten Zahlen zu stärken.

Laut Finat wird der Rahmen die methodische Konsistenz entlang der Wertschöpfungskette unterstützen, die Komplexität der Berichterstattung für Mitgliedsunternehmen reduzieren und die Transparenz gegenüber Kunden und Aufsichtsbehörden verbessern. Mit reger Beteiligung und technischen Fortschritten spiegelt die Initiative die wachsende Dynamik in der Etikettenindustrie wider, von Nachhaltigkeitsverpflichtungen zu standardisierten, wissenschaftlich fundierten Messmethoden überzugehen. (Bildquelle: Finat)

www.finat.com

 

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