XEIKON Das Konzept der neuen Fusion-Technologie soll dazu beitragen, das Versprechen einer vollautomatischen, unbeaufsichtigten Etiketten- und Verpackungsproduktion von der Kundenbestellung bis zur Auslieferung zu erfüllen. So kann das Bedrucken und Veredeln von Etiketten und Verpackungen im Vollfarb-Produktionsdruck als volldigitaler Produktionsprozess in nur einem Durchgang erfolgen.
Die Fusion-Technologie umfasst eine Reihe von Veredelungsmodulen, die nach und nach erhältlich sein werden. Diese Module werden nicht einfach inline zur Druckmaschine installiert, sondern sind Komponenten eines vollkommen neuen modularen Systems, bei dem das digitale Frontend (DFE) die Druckvorstufe, die Datenverarbeitung, das Farbmanagement und den Betrieb der Druckmaschine übernimmt sowie die Steuerung und den Betrieb aller Veredelungsmodule ohne jeden manuellen Eingriff möglich macht.
Zu den potenziellen digitalen Veredelungsformen gehören Folienprägen (heiss oder kalt), Siebdruck in Weiss, Strukturlacke und partielle Spotlackierungen sowie ein Braille-Modul für Blindenschrift.
Das Ziel der Fusion-Technologie besteht darin, die nahtlos funktionierende durchgängige Komplettproduktion von Etiketten und Verpackungen, die kurze Lieferfristen, eine hohe Qualität, möglicherweise variable Angaben sowie alle Veredelungen benötigen, zu ermöglichen, um die Regalwirkung einer Marke zu erhöhen. Es geht um das Marktsegment für Premium-Etiketten und -Verpackungen. Bei der Fusion-Technologie wird ein für mehrere Verarbeitungskanäle ausgelegter Druckauftrag in einem Hotfolder abgelegt und gerippt. Anschließend werden die verschiedenen Kanäle, die jeden einzelnen Aspekt der Produktion definieren sollen, ohne manuelle Eingriffe an die relevanten Module, einschließlich an die Druckmaschine, geleitet.
Konventionelle Veredelungsmodule benötigen spezifische Werkzeuge, wie Prägestempel zum Heißfolienprägen, Flexodruck-Klischees zum Folienkaltprägen, Spotlacke, Siebdruck für Weiss/Braille und Strukturlacke. Der Vorteil der digitalen Lösung liegt darin, dass (1) sie keine Werkzeuge benötigt und daher diese Kosten einspart und dass (2) jedes einzelne Entwurfselement variabel gestaltet oder personalisiert werden kann, was neuen Anwendungen interessante Perspektiven eröffnet. Je nach Kundenanforderung können die digitalen Veredelungsmodule vor und/oder hinter der digitalen Fünffarben-Druckmaschine von Xeikon positioniert werden. Die sich daraus ergebende Konfiguration produziert in einem einzigen Durchgang digital gedruckte und veredelte Etiketten oder Verpackungen.
Das Herzstück dieses Konzepts ist die Fünffarben-Digitaldruckmaschine von Xeikon, die nach dem elektrofotografischen Trockentonerverfahren arbeitet. Sie ist die Lösung der Wahl für den Premium-Etiketten und -Verpackungsmarkt, da sie in Bezug auf die exakte Positionierung und die einheitliche Qualität der Bildpunkte mühelos die Standards des Offset- und Flexodrucks erreicht. Die auf die Anwendungen abgestimmten Trockentoner von Xeikon sind speziell entwickelt worden, um den Anforderungen dieses Marktes an die Druckqualität, Farbgenauigkeit, Lichtbeständigkeit und Lebensmittelsicherheit sowie an den Farbraum und den Markenschutz gerecht zu werden. Das von Xeikon entwickelte digitale Frontend (DFE) X-800 ermöglicht einen automatischen digitalen Druck-Workflow und erlaubt gleichzeitig die Integration in bestehende Workflows sowie in marktführende Drittanwendungen, wie Design-Pakete, Web-to-Print-Anwendungen und MIS-Systeme. (Grafik: Xeikon)
















